Milchmädchenrechnung

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Wenn man sich mal wieder so gründlich verrechnet hat, dass Adam Ries samt Eva Zwerg einen mittelschweren Lachanfall bekommen, dann spricht man schnell von einer „Milchmädchenrechnung“. Aber warum eigentlich?

Herkunft und Bedeutung

Als „Milchmädchenrechnung“ bezeichnet man grundsätzlich ein Vorhaben, welches auf grob fehlerhaften Planungen beruht.

Auch Fehlinterpretationen von Fakten, das Ignorieren beeinflussender Faktoren bei einer bestimmten Betrachtungsweise oder pure Illusionen werden häufig so genannt.

Kurz gesagt: Eine Milchmädchenrechnung ist ein unrealistischer Wunschtraum.

Der Begriff geht angeblich auf die Fabel „Die Milchfrau“ (im Original „La Laitière et le Pot au Lait) des französischen Schriftstellers Jean de La Fontaine aus dem 17. Jahrhundert unserer Zeitrechnung zurück:

Die Geschichte erzählt eine Episode aus dem Leben eines Milchmädchens auf dem Weg zum Markt. Sie stellt sich vor, wie sie die Einnahmen aus dem Verkauf ihrer Milch wieder und wieder gewinnbringend einsetzen könnte. Doch zuletzt – Achtung Spoiler – verschüttet sie alle Milch und geht leer aus.

Worttrennung

  • Milch·mäd·chen·rech·nung

Aussprache (nach IPA)

  • ˈmɪlçmɛːtçənˌʁɛçnʊŋ

Beispielsätze

„Wenn ich meine alte Klapperkiste verkaufe, kann ich mir einen neuen Sportwagen leisten.“ – „Also ich halte das für eine Milchmädchenrechnung.“

Susi sah Max mitleidig an, bevor sie seine großspurigen Pläne mit einem einzigen Wort vom Tisch fegte: „Milchmädchenrechnung!“

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Über Tobias Eichner
Tobias Eichner ist als freiberuflicher IT- & Business-Consultant sowie Softwareentwickler tätig. Als Gründer und Geschäftsführer von TOBIAS EICHNER IT + CONSULTING schreibt er regelmäßig für unseren Blog. Tobias studierte Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaftslehre in Deutschland.