Polemik

Was bedeutet es...

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Diese Angriffe unter der Gürtellinie sind nicht jedermanns Sache.

Bedeutung von „Polemik“

Ursprüngliche Bedeutung

Ursprünglich bezeichnete „Polemik“ nichts anderes als die „Kunst des Streitens“, beispielsweise ein rhetorisches Rededuell zwischen Gelehrten. Die dabei diskutierten Fragen nannte man dementsprechend „polemische Fragen“.

Aktuelle Bedeutung

Wenn man heutzutage von Polemik spricht, meint man oft einen scharfen, unsachlichen Streit zwischen zwei oder mehreren Beteiligten.

Meist handelt es sich um eine politische, gesellschaftliche oder wissenschaftliche Diskussion, in der es nicht selten um Grundsätzliches geht.

Wer polemisiert, nutzt teilweise auch persönliche Angriffe, die mitunter eine themenbezogene Auseinandersetzung schwierig bis unmöglich machen.

Zur Polemik gehören folgende Techniken:

  • Übertreibung bzw. Überzeichnung des eigenen oder des gegnerischen Standpunkts
  • Ironie und Sarkasmus
  • Strohmann-Argument (Widerlegung einer angeblich gegnerischen Argumentation, obwohl diese nie existierte und dem Gegner nur unterstellt wurde)
  • Untergrabung der Glaubwürdigkeit des Gegners (z.B durch das Aufdecken von Widersprüchen, Handlungen und Unterlassungen auch abseits des eigentlichen Streitthemas)
  • Verwendung eines gehobenen Sprachstils

Mit einem polemischen Streit sind typischerweise auch starke negative Emotionen verbunden, die allerdings selten nach außen hin gezeigt werden, sondern vielmehr durch Nutzung der genannten Techniken kanalisiert werden.

Wortherkunft

Im Deutschen findet sich der Begriff „Polemik“ etwa ab dem 18. Jahrhundert.

Er leitet sich vom französischen Substantiv „polémique“ ab, welches wiederum auf das griechische Adjektiv „πολεμικός“ („polemikós“) zurückgeht und sich mit „feindselig“ übersetzen lässt.

Worttrennung

  • Po·le·mik

Aussprache (nach IPA)

  • poˈleːmɪk

Beispielsätze

Seine Polemik half ihm bei der Diskussion nur bedingt, denn sein Gegner ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.

Gerade in Wahlkampfzeiten werden viele politische Auseinandersetzungen mit einer gehörigen Portion Polemik geführt.

»Denken war ja noch nie Deine Stärke!« »Deine Polemik kannst Du Dir sparen. Bring lieber mal ein vernünftiges Argument!« mahnte sie ihn.


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