ein Mäntelchen umhängen

Täuschen und tarnen...

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Gute Schauspieler beherrschen es, ausgefuchste Trickbetrüger und Politiker sowieso – sich ein Mäntelchen umhängen. Sagt man jedenfalls.

Aber was bedeutet dieses Sprichwort und woher nimmt es seinen Ursprung?

Herkunft und Bedeutung

Der Mantel als Kleidungsstück dient dazu, sich vor Wind und Wetter zu schützen, er eignet sich aber auch, mal eben schnell nur in Unterwäsche zum Bäcker zu gehen und Brötchen zu holen. In diesem Fall hilft er, etwas zu verbergen (hoffentlich).

Und genau darum geht es beim Sprichwort „sich ein Mäntelchen umhängen“: Man versucht, einen bestimmten Eindruck zu erwecken, etwas zu beschönigen, sich ein Attribut zuschreiben zu lassen oder einer Sache einen guten Anschein zu verleihen.

Besonders häufig verwendet man diese Redewendung im negativen Kontext des Vorgebens oder Täuschens. Meist nicht notwendigerweise in krimineller Absicht, aber zumindest in einer ethisch fragwürdigen Weise.

Worttrennung

  • ein Män·tel·chen um·hän·gen

Aussprache (nach IPA)

  • aɪ̯n ˈmɛntl̩çən ˈʊmˌhɛŋən

Beispielsätze

Natürlich kann man spritschluckenden SUVs auch das grüne Mäntelchen des Greenwashings umhängen.

Diktaturen tarnen sich gerne mit dem Mäntelchen der Demokratie.

Das Mäntelchen der Freundlichkeit stand ihm hervorragend.

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Über Tobias Eichner
Tobias Eichner ist als freiberuflicher IT- & Business-Consultant sowie Softwareentwickler tätig. Als Gründer und Geschäftsführer von TOBIAS EICHNER IT + CONSULTING schreibt er regelmäßig für unseren Blog. Tobias studierte Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaftslehre in Deutschland.